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Der erfolgreiche britische Fotograf und Umweltaktivist Chris Parks dokumentiert die einzigartigen Wege, wie Menschen rund um den Globus nachhaltige Problemlösungen zum Teil ihres alltäglichen Lebens machen. Er inspiriert andere dazu, nicht den Glauben zu verlieren, indem er zeigt, wie essentiell diese täglichen Entscheidungen – egal wie groß oder klein – im Kampf gegen die wachsenden Effekte des Klimawandels sind.

Wie Chris es sagt: „Wenn man den Menschen keine Lösungen gibt, mit denen sie agieren können, kommt man nicht weiter!“

Mit diesem Fokus führte es Chris auf eine Expedition nach Island – in das Land von Eis und Feuer, das mit seiner exponierten Lage dem Klimawandel besonders ausgesetzt ist. Sein Ziel: Aus erster Hand zu lernen, wie Isländer damit dem Strom des Klimawandels entgegentreten, um ihn umzukehren.

Dafür plante er, die atemberaubende Landschaft der isländischen Südküste zu erkunden und Gespräche mit den Einheimischen darüber zu führen, wie sich der Klimawandel auf ihr tägliches Leben auswirkt und welche nachhaltigen Lösungen sie in ihr Leben integrieren.

Und sein Plan ist aufgegangen: Zurückgekehrt ist er mit spannenden Einblicken und neuen Erkenntnissen. Ein Projekt, dass ihm besonders ins Auge stach, war die Tomatenfarm Friðheima. Tomaten in Islands Klima? Ja, das geht und sogar nachhaltig. Der Familienbetrieb und Islands größter Tomatenproduzent nutzt geothermische Energie um das Treibhaus mit Energie zu versorgen. So wird der hohe CO2-Ausstoß, der typischerweise für ein solches Verfahren notwendig ist, vermieden. Zudem werden Blattläuse und andere Schädlinge mit einer räuberischen Blindwanze statt mit schädlichen Pestiziden bekämpft und die Pflanzen mit Hummeln statt Honigbienen effizienter bestäubt.

Inspiriert von den Innovationen der Tomatenfarm ging Chris’ Reise weiter. Und er fand Hoffnung an einem unerwarteten Ort: In der Eishöhle Katla, Teil des Kötlujökull, einer Zunge des Mýrdalsjökull Gletschers. Obwohl Gletscher den Klimawandel unmittelbar sichtbar machen und auch Islands Gletscher mit einer Rate von 50 Metern pro Jahr schrumpfen, sorgte der isländische Tourguide Silas für Hoffnung. Wenn wir uns mehr an den Zyklus und Rhythmus der Natur anpassen, können wir die negativen Effekte des Klimawandels auf Eishöhlen wie die Katla noch stoppen – so seine Philosophie.

Als unsere britische Partneragentur Spring PR von dem Projekt erfuhr, war schnell klar, dass Chris Parks und unser langjähriger, gemeinsamer Kunde Polartec die gleichen Werte vertreten und sich unbedingt kennenlernen mussten. Der Kontakt war schnell hergestellt und Polartec als absolutes Vorbild für Kreislaufwirtschaft absolut begeistert von der Arbeit und den Visionen von Chris. Daher beschloss Polartec, dass Projekt in Island zu unterstützen und das Team mit Bekleidung von 66North auszustatten.

Was Chris antreibt, mit wem er unterwegs war und was seine Gedanken und Visionen zur Nachhaltigkeit sind, haben wir gemeinsam mit Spring PR in einem Interview erfahren. 

Wie war dein Werdegang? Wie bist du zu dem geworden, was du heute bist?

Wo soll ich da anfangen? Das sind ja 20 Jahre! Ich versuche es mal. Also, zuerst war ich Fotograf auf einem Kreuzfahrtschiff – das war ein toller Job. Da habe ich mein introvertiertes Ich ein wenig aufgeben können und mich als Pirat verkleidet durch unzähliges Videomaterial gearbeitet. Dann bin ich nach London gezogen und habe als Bildspezialist in der Forensik gearbeitet, was völlig andere Fähigkeiten und Voraussetzungen mit sich brachte und teilweise grausige Fallarbeiten waren. Dann hat sich das Blatt nach zwei Jahren als freier Mitarbeiter für Charity-Projekte schlagartig gewendet: Nepal, Sierra Leone, Lybien und Nigeria. Dort habe ich mit Leuten geredet, die unglaubliche Dinge erleiden mussten, um zu überleben. Das hat mich zutiefst berührt und war eine Art Weckruf.  

Die Erlebnisse und Erfahrungen haben mich völlig verändert und ich arbeite aktuell an der Wurzel all dieser Probleme. Meiner Meinung nach ist diese unglückliche Lage, in die wir uns über all die Jahre mit unserem verschwenderischen Konsum gebracht haben, nur mit Nachhaltigkeit zu lösen. Das ist nicht einfach, weil die Menschen lieber positive Geschichten erzählt bekommen. Dieses Schiff umzudrehen wird ein unglaublicher schwieriger Kraftakt.

Wir glauben, du bist mit deinen unglaublichen Bildern genau der Richtige für diese Aufgabe bist! Was treibt dich an?

Ich bin in den bunten und extrovertierten 80er und 90er Jahren aufgewachsen. Um in der Masse nicht unterzugehen, wollte ich unbedingt Dinge herstellen, die erstklassig sind und das gewisse Etwas haben. Nur so konnte ich bestehen. 

Das können wir nur bestätigen. Man ist immer nur so gut, wie der letzte Job und man darf nichts für selbstverständlich nehmen. Dein Projekt nennt sich „Full Circle“, was verbirgt sich dahinter?

Der Fokus liegt auf der Kreislaufwirtschaft: es ist eine der greifbaren Lösungen für diese Krise. Inspiriert hat mich die Arbeit von verschiedenen Fotografen, die unsere missliche Lage eindrucksvoll auf Bildern festhielten. Diese Bilder sind unglaublich wichtig, waren aber in der Menge sehr erdrückend. Daher wollte ich Bilder machen, die auch eine Lösung aufzeigen und den Menschen eine Inspiration zum Handeln geben. Etwas das genau jetzt funktioniert und angegangen werden kann. Nur so kann man die Dinge ändern. Langfristig setze ich auf eine öffentliche Wanderausstellung, die die Leute zum Nachdenken bringt: Wie kann ich Plastik im Alltag ersetzen, Häuser aus Pilzwurzeln bauen oder Landwirtschaft betreiben, die der Natur auch etwas zurückgibt? Eine regenerative Wirtschaft, denn aktuell sind wir viel zu abhängig von anderen Personen, die uns aus dieser Situation retten können.

Wow! Das würde die Welt, wie wir sie kennen, nachhaltig verändern. Ein toller Ansatz und wir verstehen jetzt nur zu gut, warum du unbedingt mit Polartec zusammenarbeiten wolltest…

Polartec ist einfach ein gutes Beispiel für Nachhaltigkeit. Das Firmenethos von Polartec bringt es einfach auf den Punkt. Mir gefällt es unglaublich gut, dass Polartec die Probleme von Anfang an selbst angegangen ist und nicht gewartet hat, bis der öffentliche Druck zu groß und ein Umdenken gefordert wird. Bereits seit 1993 stellt Polartec Stoffe aus recycelten PET-Flaschen her, dass sagt doch alles über dieses Unternehmen. Die Stoffe sind fantastisch und absolut langlebig. Wir haben heutzutage alles im Überfluss, dass muss aufhören.  

Wie hat sich die Arbeit mit Polartec gestaltet?

Das war ein total selbstverständliches Arbeiten. Polartec war bei diesem Projekt von Anfang an voll dabei und hat mich wunderbar unterstützt. Die Ausrüstung von 66°North tat ihr übriges und war genau das, was wir als Team gebraucht haben. Die Bilder von unserer Reise haben bei Polartec genau den Nerv getroffen und es war eine tolle und sehr positive Erfahrung.

Warum habt ihr euch für Island entschieden?

Ich kenne Island von früheren Reisen und liebe die spektakuläre Landschaft. Zudem ist Island bekannt für seine harten Winter. Selbst die Lebensmittelindustrie hat sich von den rauen Bedingungen inspirieren lassen und einige innovative, nachhaltige Ansätze zur Lebensmittelproduktion hervorgebracht.

Wie groß ist das Team und wie lange seid ihr auf Island geblieben?

Das Team besteht aus drei Personen. Nummer eins ist Kimmi Vo, Absolventin der John Hopkins University, die sich auf den Zusammenhang von Geschlecht und Umwelt spezialisiert hat. Ich habe Kimmi in Namibia kennengelernt, wo sie mit der Peace Corporation an Initiativen wie eigenes Einkommen generieren oder Bildungsprojekte zur Stärkung von Frauen gearbeitet hat. Wir sind enge Freunde geworden und ihr Sinn für Abenteuer und ihre Flexibilität waren mir sehr wichtig für ein Projekt, das während einer Pandemie durchgeführt wird. Dann haben wir Luke Fazakerley, der ein langjähriger Mitarbeiter und wesentlicher Kopf bei der Abstimmung der Themen ist. Unsere Reise mussten wir aufgrund der aktuellen Lage leider nach 10 Tagen abbrechen und konnten nicht alle Orte besuchen, die wir auf dem Zettel hatten. Aber das holen wir in einem zweiten Anlauf nach.

Wie waren die Reisebedingungen während COVID-19? War es einfach alle Visa zu bekommen?

Chris lacht. Nein. Vor unserem tatsächlichen Abflug hatten wir ständig Änderungen des Datums, wurden einfach storniert, bekamen neue Einreisebestimmungen und mussten zu guter Letzt Kimmi per Sondergenehmigung auf den letzten Drücker einreisen lassen – genehmigt von drei verschiedenen isländischen Behörden. Wir hatten die Flüge schon fast abgesagt, als wir in letzter Minute doch noch alles zusammenbekommen haben. Nach der Landung mussten wir einen Corona-Test machen und fünf Tage in Quarantäne. Nach einem zweiten Test durften wir dann schließlich Island betreten. Letztendlich war es auch ein wenig Glück, dass alles funktioniert hat.

Warum waren Polartec und 66°North die perfekten Partner für ”Full Circle”?

Weil Polartec mit Nachdruck an einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft arbeitet und nicht nur leere Lippenbekentnisse hinterlässt. Es passt einfach zusammen mit dem, was die Bilder kommunizieren sollen. Zudem ist 66°North eine isländische Marke, die zum großen Teil auch auf recycelte Polartec-Stoffe zurückgreift. Das passte also auch einfach Thematisch: Wir waren vor dem unvorhersehbaren isländischen Wetter geschützt und auch noch nachhaltig gekleidet. Die Arbeit war mit Polartec und 66°North auf allen Ebenen durchweg angenehm und absolut reibungslos.

www.polartec.com/news/one-step-at-a-time-featuring-chris-parkes

 

 

Die Crew trug auf der Expedition folgende 66North Styles.

Tindur Technical Shearling Jacket  aus Polartec Wind Pro Stretch

– Grettir Women’s Zip Neck aus Polartec Power Dry

– Snaefell Jacket aus Polartec NeoShell

– Snaefell Pants aus Polartec NeoShell

– Vik Windproof Gloves aus Polartec Wind Pro Stretch